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Mundraub?

Am 18. Mai 2009 gepostet von Oliver

In der Spiegelausgabe Nr. 20 (S.95) vom 11.05.09 wird über einen 70-jährigen Rentner berichtet, der aus Verzweifelung über seine Armut einen Optiker mit einer Luftpistole überfallen hat und dabei 140 Euro erbeutete.

Grundsätzlich ist es ein Raubüberfall und damit eine massive Straftat, da gibt es nichts schön zu reden. Kennt man jedoch die Hintergründe, die den Mann zu seiner Tat motivierten, kommt man trotzdem ein wenig ins grübeln. Die Frau ist dement und bettlägerig und nach einem sehr arbeitsamen und zum Teil sehr spannenden Leben als unbescholtener Bürger reicht das Geld dann doch nur bis zur Monatsmitte. Die Tat, ein Aufbegehren gegen Hilflosigkeit, Würdelosigkeit und die Armut…man könnte ihn fast verstehen! Natürlich gibt es heute Einrichtungen, z.B. die Tafeln, jedoch gilt es hier zunächst seinen Stolz zu überwinden, um sich in die Schlange der dort wartenden Menschen einzureihen. Für einige Menschen stellt dies anscheinend eine unüberwindbare Hürde dar.

Mich hat dieser Fall sehr nachdenklich gemacht, da das Damoklesschwert der Altersarmut letztendlich über vielen Bundesbürgern schwebt. Jetzt kann man noch relativ leicht sagen: “ Es ist und bleibt ein Verbrechen und muss geahndet werden!“…aber, können wir  es uns wirklich so einfach machen? Was ist, wenn wir uns eines Tages in einer ähnlichen Situation befänden?… und liegt die Lösung in der Bestrafung? Ich bin mit ziemlich sicher, dass Fälle wie diese in naher Zukunft zum Alltag auf den Polizeirevieren gehören werden!

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Kategorie: Devianz und Kriminalität, Gewaltkriminalität, Menschenrechte, Recht und Gesetz Stichworte: Altersarmut, Armut, Raub

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Kommentare

  1. Sebastian schreibt

    29. Juni 2009 um 14:50

    Am 21. Mai 2009 ereignete sich ein passender Fall in Garden City, New Jersey, wo ein bewaffneter Räuber vom Besitzer eines kleinen Lebensmittelgeschäfts Geld verlangte. Der Inhaber griff nach seiner Pistole, der Räuber fiel auf die Knie und weinte: er sei arbeitslos und wolle seiner notleidenden Familie helfen. Der Inhaber gab ihm 40 Dollar und Brot, ermahnte und belehrte ihn – und als der Inhaber noch Milch holte und zurückkam, war der Räuber fort …

    http://www.net-tribune.de/nt/node/2024/news/Ueberfallener-hat-Mitleid-mit-dem-Raeuber

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