Criminologia

das deutschsprachige Kriminologie Blog

  • Startseite
  • Blogansicht
  • Studium
    • Was ist Kriminologie?
    • Kriminologiestudium in Hamburg
    • Kriminologisches Glossar und Personenverzeichnis
    • Zeitleiste zur Geschichte der Kriminologie
    • Kriminologische Lehrbücher
    • Aktuelle Journal-Artikel
    • Hinweise zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit
    • Prison Song Project
    • Rezensionen
  • Linkportal
  • Veranstaltungen
  • Kontakt

Regierungsdokumente über die Taliban freigegeben

Am 17. November 2009 gepostet von Andreas Armborst

Auszug aus "The Taliban Biography"
Auszug aus "The Taliban Biography"

Unter dem US-amerikanischen “Freedom of Information Act” werden regelmäßig Regierungsdokumente (teilweise geschwärzt) veröffentlicht. Am 13.November wurden 18, ehemals vertrauliche oder geheime Dokumente freigegeben, die Aufschluss über die Führungsebene der Taliban zwischen 1996 und 2002 geben. Der Taliban Reader kann auf der Homepage des National Security Archieve eingesehen werden.
Dazu gibt es auch einige kommentierende Anmerkungen. Anhand der Dokumente lässt sich der Disput nachvollziehen, der innerhalb der Regierungsgremien der Taliban darüber geführt wurde, ob man Bin Laden und andere ausländischen Mujahideen weiterhin als Alliierte im Land dulden sollte. Ägyptische und Saudische Einflüsse in Afghanistan wurden von einigen Taliban Führern kritisch verfolgt, da die Ausländer häufig eine politische Agenda verfolgten, die den Zielen der Taliban zuwider lief.
Ob sich in den Dokumenten wirklich neue spektakuläre Informationen finden lassen, kann ich nicht einschätzen. Viele der Details über Streitigkeiten innerhalb der Taliban und AQ finden sich jedenfalls bereits an anderer Stelle wie Beispielsweise in dem exzellenten Buch „The far enemy. Why Jihad went global“ von Fawaz Gerges. Gerges bezieht seine Erkenntnis aus ausführlichen Interviews unter anderem mit dem ehemaligen Leibwächter Bin Ladens Nasser al-Bahri. Jüngere Entwicklungen in der Beziehung zwischen den Taliban und AQ werden von Anne Sternsen in dem Aufsatz „Blood brothers or a marriage of convenience? The ideological relationship between AQ and the Taliban“. Ein Blick auf das Material des National Security Archieves lohnt sich aber allemal schon um Madeleine Albrights handschriftlichen Kommentare in einem der Dokumente zu sehen.

  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 

Ähnliche Beiträge:

  1. 60 Blogs zur Homeland Security
  2. Wenn es zivile Opfer gegeben haben sollte …
  3. Global Terrorism Index (GTI)
  4. Guantanamo Handbuch

Kategorie: Devianz und Kriminalität, Terrorismus Stichworte: Terrorismus, Terrorismusbekämpfung, War On Terror

Seitenspalte

Social Media

  • Pinterest
  • Twitter
  • Vimeo

Neueste Beiträge

  • Zum Tod von Fritz Sack (1931–2025)
  • Call for Papers – KrimJ-Themenheft 1/2026 – Von Artenschutz bis Ökozid
  • Tagungsbericht: „Hate Crime – Hate Speech – gruppenbezogene menschenfeindliche Einstellungen in Deutschland im Fokus von kriminologischen/soziologischen Analysen“
  • Tagungsbericht: „Hate Crime – Hate Speech – gruppenbezogene menschenfeindliche Einstellungen in Deutschland im Fokus von kriminologischen/soziologischen Analysen“
  • Virtueller kriminologischer Fachtag zum Thema Hate Crime – Hate Speech – gruppenbezogene menschenfeindliche Einstellungen in Deutschland

Neueste Kommentare

  • Christian Wickert bei Studium
  • Noemi Laib bei Studium
  • Rezension: Restorative Justice – Surveillance Studies.org bei Neuerscheinung: Restorative Justice. Heilung, Transformation, Gerechtigkeit und sozialer Frieden

Veranstaltungen

  • Keine Veranstaltungen
  • weitere Veranstaltungen anzeigen
  • Partnerseiten

    Surveillance Studies.org

    http://www.surveillance-studies.org/

    SozTheo

    Krimpedia

    Kriminologische Sozialforschung (Universität Hamburg)
    Institut für Kriminologische Sozailforschung (IKS)

    Copyright © 2026 — Criminologia • Alle Rechte vorbehalten. • Impressum & Datenschutzerklärung

    Anmelden