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„Deutschland geht Klauen“ – Künstlerkollektiv ruft zum Ladendiebstahl auf

Am 5. März 2018 gepostet von Christian Wickert

Die Kunst- und Aktivismusgruppe Peng! Kollektiv ruft in Ihrer jüngsten Aktion zum deutschlandweiten Ladendiebstahl bei den vier größten Discountern auf. Mit ihrer Aktion Deutschland geht Klauen wollen die Aktivisten auf Menschenrechtsverstöße in den produzierenden Herkunftsländern von Lebensmitteln wie Bananen, Kakao, Kaffee, Tee, Wein usw. aufmerksam machen.

Die vier großen Discounter Lidl, Edeka, Aldi und Rewe bestehlen täglich ihre Produzent*innen, denn sie verhindern Gewerkschaften, zahlen Hungerlöhne und befördern die Verletzungen von Menschenrechten. Solange es keine Gesetzesänderung gibt, wird das auch so bleiben. Deshalb kehren wir die Ausbeutung symbolisch um. Wir klauen gezielt Produkte und geben das Geld dafür dorthin, wo es hingehört: an Gewerkschaften im globalen Süden.

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Ladendiebstahl als Konsumkritik bzw. Konsumkritik als Neutralisierungstechnik von Ladendieben ist nicht neu (siehe hier einen ausführlichen Artikel über den „Bling Ring“ auf Tumblr). Die großangelegte Aktion vom Peng! Kollektiv denkt diesen Ansatz insofern weiter, als dass der Konsument aufgefordert ist, den Kaufpreis des (geklauten) Produktes zu spenden. Empfänger der Spenden sind Gewerkschaften und NGOs in den Produktions- und Herkunftsländern, die sich für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ort einsetzen. Auf der Projektseite werden die Empfängerorganisationen ausgewiesen. Spenden werden im Übrigen auch von Spießbürgern angenommen, die Ihre Produkte zuvor an der Supermarktkasse bezahlt haben.

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Kategorie: Allgemein, Menschenrechte, Recht und Gesetz, Video Stichworte: Aktivismus, Ausbeutung, Diebstahl, Konsum, Ladendiebstahl, Menschenrechte

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jens schreibt

    6. März 2018 um 12:50

    Wie sollen wir diesen Beitrag verstehen? Als öffentliche Aufforderung, Straftaten zu begehen (§ 111 StGB)?

  2. Christian Wickert schreibt

    6. März 2018 um 13:28

    Wohl kaum – vielmehr ein Aufruf zum Spießbürgertum:

    Spenden werden im Übrigen auch von Spießbürgern angenommen, die Ihre Produkte zuvor an der Supermarktkasse bezahlt haben.

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