Artikel verschlagwortet mit: Jugendkriminalität
Jugendkriminalität, Kriminalpolitik »
Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist seit Montag verschwunden. Sie war im Zusammenhang mit der Debatte über die Bekämpfung von Jugendkriminalität medial in Erscheinung getreten. Heisig steht für einen „harten“ Ansatz in der Bekämpfung der Jugendkriminalität, wobei vor allem eine schnelle Bestrafung (Gerichtsverhandlung innerhalb von 3 Wochen) bei relativ geringfügigen Straftaten (maximal mit vierwöchigem Arrest zu ahnden) – das sogenannte Neuköllner Modell – anvisiert wird. Dieses Modell wird inzwischen in ganz Berlin angewandt. Im …
Jugendkriminalität, Publikationen »
Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hat dieser Tage den Forschungsbericht zur repräsentativen Schülerbefragung zur Gewalterfahrung, Integration und Medienkonsum:
Dirk Baier, Christian Pfeiffer, Susann Rabold, Julia Simonsen und Cathleen Kappes (2010): Kinder und Jugendliche in Deutschland: Gewalterfahrungen, Integration, Medienkonsum
Zweiter Bericht zum gemeinsamen Forschungsprojekt des Bundesministeriums des Innern und des KFN
Deutschlandweit repräsentative Schülerbefragung 2007/2008
(KFN Forschungsbericht Nr. 109)
Der vollständige Bericht, wie auch eine Kurzfassung ist auf der Seite des Kriminologischen Forschungsinstituts verfügbar.
Nach dem Forschungsbericht 2009 (hier die entsprechende Meldung …
Jugendkriminalität »
In Niedersachsen bekämpft man die Personen, nicht die Taten.
Publikationen »
Mit großem Interesse habe ich gestern den Beitrag im Kulturmagazin Titel, Thesen, Temperamente zum deutschen Fotografen Tobias Zielony zur Kenntnis genommen.
Der Fotograf hält “Unplätze der Urbanität” in seinen Bildern fest. Hierzu zählen Drogen-Umschlagplätze, Ghettos und die Treffpunkte von Jungendbanden und -gangs in aller Welt. Mit großem Einfühlungsvermögen (und einer gehörigen Portion Mut) nähert sich Zielony den Porträtierten und rückt sie, die sozial Marginalisierten, in den Fokus seiner Bilder.
Es sind die urbanen Peripherien, die “No Go …
Gewaltkriminalität, Kriminologen, Strafjustiz »
Die Debatte um härtere Strafen für jugendliche Gewalttäter scheint neu entbrannt. In mehreren regionalen Tageszeitungen wurde in den Letzten Tagen der Kriminologe Rudolf Egg, der Leiter der Kriminologischen Zentrale in Wiesbaden, mit seiner, gegenüber dem Magazin Focus geäußerten Forderung, gegen jugendliche Schläger, die nur aus Spaß gewalttätig würden, härter vorzugehen, zitiert. Der Beitrag erschien als Reaktion auf die Prügelattacke dreier schweizer Jugendlicher auf einen münchener Geschäftsmann in der letzten Woche. Ebenfalls zu dieser Thematik äußerte …
Gewaltkriminalität, Strafvollzug »
Der erst gestern bekannt gewordene Vorfall in der sächsischen Jugendhaftanstalt Regis-Breitingen (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,634396,00.html) erinnert in erschreckender Weise an den Foltermord von Siegburg in Nordrhein-Westfalen. Dort hatten drei Häftlinge im November 2006 einen Mitgefangenen zu Tode gequält. Der Haupttäter wurde zu 15 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die beiden anderen Täter erhielten 14 Jahre Haft beziehungsweise zehn Jahre Jugendstrafe.
Diese erneuten Vorfälle von Gewalt, Folter und versuchtem Mord zeigen nur auf, was hinter den Mauern des Jugendknastes …
Gewaltkriminalität, Polizei/ Policing, Prävention, Strafjustiz, Strafvollzug »
Sie wollten “Leute wegklatschen”, die Staatsanwaltschaft spricht von einem “Amoklauf ohne Waffen”: Die Schweizer Schüler, die während einer Klassenfahrt in München fünf Personen angegriffen haben, sitzen wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.
Sie sind vorbestraft, auch ein Anti-Aggressions-Training hat nichts bewirkt: Die drei 16-Jährigen mussten in ihrer Heimatstadt Zürich unter anderem wegen gewalttätigen Körperverletzungen Sozialdienste leisten, einer musste sich im vergangenen Herbst einer Therapie unterziehen, so die Jugendstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich.
Mike B., Ivan Z. und Alex D., …
Gewaltkriminalität »
Jeder Geschäftsmann hat eine, in Bret Easton Ellis’ Roman American Psycho war sie für den Protagonisten Patrick Bateman Anlass, seinen Kollegen zu töten … die Visitenkarte.
In den 70er und 80er Jahre haben Gangs in Chicago Visitenkarten (Calling Cards) verteilt, denen die Betätigungsfelder und die Namen der Mitglieder der Gang zu entnehmen sind. So heißt es beispielsweise bei den Almighty Freaks: “We don’t die, we just get high”. Totenköpfe, Kreuze und martialische Folter- und Tötungsszenen illustrieren …
Gewaltkriminalität, Prävention »
Wenn ich dann zu Hause aber mit meiner Mutter Streit habe und meiner Mutter eins auswischen will, indem ich nicht zur Schule gehe, dann geht meine Mutter in den Knast – oder wie?
In der ARD-Talksendung Anne Will am gestrigen Sonntag zum Thema “Die Kinder-Gangster – Harte Hand statt sanfter Worte” war der Name Programm – nur daß der Schuß nach hinten losging. Mit entwaffnender Schlagfertigkeit entlarvte ausgerechnet der “Kinder-Gangster” Duran Yücel die plakativen Phrasen der …
Strafvollzug »
Kriminologe will Tiere zur Therapie und in Gefängnissen einsetzen
Der Amoklauf von Winnenden und die Fälle brutaler Angriffe von Jugendlichen auf Rentner haben eines gemeinsam: Die Täter haben eine geringe Mitleidsfähigkeit. „Gerade Intensivtätern ist es gleichgültig, ob das Opfer leidet,“ sagt der Kriminologe Hans-Dieter Schwind. Er glaubt, dass Haustiere helfen können, Täter wieder in die Gesellschaft einzugliedern und sogar Gewaltverbrechen zu verhindern. Studien aus den USA belegen das.
Kann Bambi Straftätern helfen? Experten glauben: ja. Foto: …







