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Jetzt auch eine Invasion des Jemen – oder eine bessere Anti-Terror-Strategie?

28 Dezember 2009 geschrieben von: Sebastian 1 Kommentar

Der in letzter Minute vereitelte Flugzeug-Anschlag von Detroit war als Vergeltung für den Tod von Jemeniten am 17.12.09 gedacht. Er war auch eine Reaktion auf die verstärkten US-Jemen-Kooperationen in gewalttätigen Luftschlägen im Jemen. Eine der Folgen des vereitelten Anschlags war das Auftauchen eines neuen Themas: führen die USA einen heimlichen Krieg im Jemen? Waren US-Flugzeugträger involviert? War der Krieg durch den Senat der USA und/oder völkerrechtlich legitimiert? Ist es eine Polizeiaktion im Sinne von Giorgio Agambens (“Souveräne Polizei”)? Ist es ein unerklärter einseitiger Krieg? Eine schlichte Serie von Massakern? Notwehr oder Notstand?

El Kaida bekannte sich zu dem Anschlag und erklärte:  „Wir werden nicht zulassen, dass das Blut muslimischer Frauen und Kinder vergossen wird, ohne Rache zu üben.“

Der US-Präsident sprach in analoger Weise davon, dass er gegen Gruppen, die Frauen und Kinder umbringen wollten, mit allen Mitteln vorgehen werde (CNN International: 28.12.09; 21:07 Uhr).

Fast zur gleichen Zeit wurde bekannt, dass der afghanische Präsident Karzai den internationalen Truppen in Afghanistan erneut ein Massaker an Zivilisten vorwarf. Zehn Personen seien getötet worden – davon 8 Schulkinder (Spiegel-Online, 28.12.09; 17:00 Uhr).

Die Botschaft vom 20.12.09 wurde erst am 27.12.09 auf  islamischen Internetseiten veröffentlicht.

Die Rolle der USA bei dem Angriff im Morgengrauen dürfte Gegenstand künftiger Enthüllungen werden – ebenso wie die Frage, ob und wie sich nach Afghanistan und dem Irak jetzt auch der Jemen als Objekt einer massiven amerikanischen Intervention im Namen der Terror-Bekämpfung wiederfindet. Frauen und Kindern wäre dann anzuraten, sich schon einmal nach sicheren Zufluchtsorten im Ausland umzusehen. Für ein bitterarmes Land, das jetzt von unbemannten Drohnen unbekannter Herkunft terrorisiert wird, wäre das allerdings ein nicht leicht zu lösendes logistisches Problem.

In diesem Kontext hier ein Hilfe-Ersuchen:

Gesucht wird eine  Anti-Terror-Strategie, die ohne heimtückische Drohnenangriffe im Morgengrauen auskommt, die im Einklang mit den UNO-Zielen menschlicher Sicherheit steht und das Völkerrecht respektiert.

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1 Kommentar »

  • mutter sagt:

    Alle fürchten sich ja immer vor diesen Listen, auf denen man so leicht landen kann, und jetzt zeigt sich, daß es offensichtlich gar keine Konsequenzen hat, wenn man auf einer solchen steht. Bemerkenswert!

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