Ab dem 1. Juli sollen alle in China verkauften PCs mit einer zusätzlichen Software ausgestattet werden, die pornografische Inhalte einer Internetseite automatisch blockiert.  Computerkäufern wird zunächst das Programm mitgeliefert, diese sind jedoch nicht zur Instalation verpflichtet (taz 9.6.09:10). Werden die Bürger ausreichend über die Vorzüge dieser Innovation informiert, dürfte auch der Schritt der freiwilligen Instalation keine größeren Probleme darstellen.

Die chinesische Regierung versucht wohl wieder einmal mehr, Informationszugänge besser zu kontrollieren unter dem Vorwand, die Gesellschaft vor sittlichem Verfall zu schützen. Mit diesem Programm lassen sich natürlich nicht nur pornografische Inhalte sperren, sondern auch regierungsfeindliche oder parteiunfreundliche.

Stellt sich nun jedoch die Frage nach dem weiteren Nutzen dieses Programms, da sich in China bekanntlich Informationsbeschaffung ohnehin äußerst schwer gestalten kann. Wahrscheinlich ist die Internetpolizei des Landes zunehmend überfordert im Zeitalter der fortschreitende Technologisierung.



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