…der mit sensiblen Daten in die USA einreist. Am 16. Juli diesen Jahres hat das U.S. Department of Homeland Security eine neue Richtlinie erlassen, die den Titel Policy Regarding Border Search of Information trägt und inzwischen veröffentlicht wurde. Laut dieser Richtlinie dürfen die Grenzkontrolleure, die dem Department unterstehen, alle Laptops, Handys, PDAs, USB-Sticks, Festplatten, iPods, Pagers, Blackberrys, Videokameras und andere Datenträger sowie Bücher oder Flugblätter beschlagnahmen, lesen, kopieren und weitergeben. Außerdem dürfen sie die Geräte über längere Zeit zur Durchsuchung behalten – auch ohne das Vorliegen eines konkreten Verdachts oder einer Straftat. Einzig das Briefgeheimnis bleibt gewahrt. Zweck dieser Maßnahme sei nicht nur die Terrorbekämpfung, sondern auch die Verbrechensbekämpfung. Die Kontrolleure suchen z.B. ebenfalls nach Kinderpornographie, illegal heruntergeladener Musik oder nach Hinweisen auf Drogenschmuggel. Die beschlagnahmten Daten dürfen mit anderen Behörden, wie z.B. der CIA oder der NSA, zu Übersetzungszwecken, zur Datenentschlüsselung und auch aus anderen Gründen geteilt werden. Was mit den Daten letztlich passiert, bleibt unklar. Der Richtlinie zufolge müssten die Daten vernichtet werden. Doch wer kontrolliert das?

Da hilft nur noch eins: Daten auf einem geschützten Server speichern, mit einem unbeschriebenen Laptop einreisen, und Daten danach wieder runterladen!

[Quelle: http://www.cbp.gov/linkhandler/cgov/travel/admissability/search_authority.ctt/search_authority.pdf ; für mehr Hintergrundinformationen siehe auch: Berliner Zeitung vom 6./7.September 2008]



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2 Kommentare zu Wehe dem,…

  1. Holger sagt:

    Diese Nachricht habe ich auch vor einigen Tagen gelesen; der Sicherheitswahn unser amerikanischen Freunde nimmt immer abstrusere Formen an. Danke für diesen Post!

    Beste Grüße

  2. Christian sagt:

    http://secure.wikileaks.org/wiki/US_DHS:_Foreign_Travel_Threat_Assessment:_Electronic_Communications_Vulnerabilities_2008

    Ein Sicherheitskonzept ist nur so gut wie die ergriffenen Gegenmaßnahmen. Hier lautet der Tipp: “Lassen Sie Ihren Laptop einfach zu Hause!”

    “The best strategy to protect electronic devices when traveling is to leave them at home. If this is impossible, alternatives include buying a single-use cell phone locally, using a designated “travel” laptop that contains minimal sensitive information, and using temporary Internet e-mail accounts not associated with a corporate or government entity. Even with these strategies, however, travelers should assume that all
    communications are monitored.”

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